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Sumpfeibisch – die riesige Blütenpracht

So manch einer der sie im vorbeigehen in einem Garten oder auf Bildern sieht hält sie für eine Attrappe.
Gemeint sind die riesigen Blüten des Sumpfeibisch – Hibiscus moscheutos.
Kaum eine andere Zierpflanze der im europäischen Raum kultivierbaren Pflanzen, hat die Fähigkeit solch gigantisch große Blüten hervorzubringen. Während die Heimat des Sumpfeibisch in Nordamerika liegt, haben sich in unseren Breiten Zuchtformen mit tellergroßen Blüten durchgesetzt.

Erkennungsmerkmale des Hibiskus moscheutos

Sumpfeibisch in rosa-weiß
Sumpfeibisch in rosa-weiß

Unter den verschiedenen Erkennungsmerkmalen ist die Blüte wohl das eindeutigste Argument um die Pflanze richtig zuzuordnen. Allein durch die Größe der Blüte ist der Sumpfeibisch fast unverkennbar.

Weitere Merkmale sind:

  1. Botanischer Name: Hibiscus moscheutos – Sumpfeibisch
  2. Blätter: breitlanzettlich, dunkelgrün
  3. Blütenfarbe: Weiß, rosa, weinrot, pink (immer wieder neue Züchtungen)
  4. Blütezeit: Juli – September
  5. Wuchs: horstig bis horstbildend
  6. Wuchshöhe: 1 m bis 1,50 m
  7. Familie: Malvengewächse – Malvaceae
  8. Verwendung: Freilandpflanzung mit Winterschutz

Standort und Pflege des Sumpfeibisch

Als Standort wählt man für den Sumpfeibisch am besten ein sonniges Plätzchen, hier fühlt er sich am wohlsten. Wobei man auch darauf achten sollte, ihn nicht an extrem heiße Plätze zu pflanzen. Besonders heiße Standorte wie z. B. an einer Mauer oder mit Glasfront dahinter bekommt ihm nicht gut. Hier sind Verbrennungen vorprogrammiert bzw. der Eibisch wird wahrscheinlich etwas verkümmern.

Blüte kurz vorm Erblühen
Aufblühende Knospe

Anpflanzen, Erde und Düngen

Erde

Gerne hält es der Sumpfeibisch an eher feuchten Plätzen aus. Jedoch sollte keineswegs Staunässe herrschen, die bekommt ihm nämlich gar nicht gut. Sehr gut eignen sich Uferplätze an Teichen oder Bächen, jedoch kann man ihn auch ohne weiteres einfach in einen „normalen“ Garten pflanzen.
Die Erde sollte dabei gut durchlässig sein aber auch nicht allzu sandig.

Düngen

Bereits ab dem ersten Austrieb im Frühjahr bis zur Blütenbildung kann mit einem Volldünger gedüngt werden. um zahlreiche Blüten zu bilden braucht der Eibisch nämlich schon einiges an Kraft.
Im Spätsommer sollte man mit dem Düngergaben jedoch stoppen, damit sich der schöne Riesenhibiskus in Ruhe auf den Winter vorbereiten kann.

Pinke Sorte des Sumpfeibisch
Der Sumpfeibisch in voller Größe

Sumpfeibisch im Topf

Wer keinen Platz im Garten oder nur einen Balkon oder Terrasse hat, kann den schönen Hibiskus natürlich auch im Topf kultivieren.
Man sollte lediglich bedenken, daß der Sumpfeibisch nicht immergrün ist, d.h. er verliert im Winter sein gesamtes Laub und stirbt oberirdisch zur Gänze ab.
Also sollte man nach einem dekorativen Grün, auch für den Winter suchen, sind andere Pflanzen bestimmt besser dafür geeignet.

Ist ein Rückschnitt erforderlich, wenn ja wann?

Ein herkömmlicher Rückschnitt ist nicht nötig
Ein herkömmlicher Rückschnitt ist nicht nötig

Der Sumpfeibisch wächst im Sommer oft zu einer beachtlichen Größe heran.
Umso überraschender ist dann die Tatsache dass er das jedes Jahr aufs neue schafft, den die oberirdischen Teile sterben im Winter komplett ab.
Das heißt, der Sumpfeibisch ist nicht verholzend.
Ein Rückschnitt im Sinne von Formschnitten oder Verjüngungsschnitten ist also nicht von Nöten.
Lediglich die abgestorbenen Teile können im Herbst/Winter komplett zurückgenommen werden.

Ist der Eibisch winterfest, muss ich ihn schützen?

Die Antwort ist hier leider „Jein“.
Generell gilt der Sumpfeibisch als winterfest. Jedoch kann es in sehr strengen Wintern oder generell kälteren Gebieten passieren daß der Sumpfeibisch dennoch erfriert.
Also zur Sicherheit sollte man ihn immer leicht schützen.

Der optimale Winterschutz

 

Makroaufnahme
Nahaufnahme des Riesenhibiskus

Da die oberen Pflanzenteile ohnehin abfrieren, muss man diese natürlich auch nicht extra schützen.

Im Regelfall genügt es die Erde rund um den Sumpfeibisch anzuhäufen (ähnlich wie bei Rosen) und ihn mit Reißig abzudecken.
Auch Laub oder Stroh eignet sich hierfür. Diese Materialien haben den Vorteil daß die Pflanze weiterhin gut belüftet wird und sich nicht so leicht Pilzkrankheiten oder Ähnliches einnisten kann.

Überwintern im Topf

Das Überwintern funktioniert im Blumentopf beinahe so einfach wie im Garten.
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, daß der Topf nicht zu klein ist, d.h. er sollte nicht komplett von Wurzeln durchzogen sein, damit die Wurzeln „geschützt“ und, was der Hauptgrund ist: Damit die Erde im Winter nicht so einfach austrocknet.
Deshalb sollte schon bei der Pflanzung ein ausreichend großer Topf gewählt werden, bzw. die Pflanze frühzeitig umgetopft werden, damit die Wurzeln etwas in die neue Erde einwurzeln.
Ist der Winter da, und der erste Frost ist da, sollte damit begonnen werden den Topf winterfest zu machen. Das funktioniert am besten mit speziellem Winterschutzvlies, aber auch Kokosmatten, speziell zum Überwintern von Pflanzen leisten sehr gute Dienste.

Hibiscus moscheutos selber vermehren?

Wer gerne mehr Hibiskus in seinem Garten hätte und dabei Kosten sparen möchte, kann den Eibisch natürlich auch selbst vermehren.
Das kann zum einen über Samen geschehen, die im Frühjahr ausgesät werden, oder aber durch Abnahme von Stecklingen, die man idealerweise auch im späten Frühjahr oder Sommer vermehrt.

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